Akzente - Architektur

Gutachtenerstellung Rathaus - Sögel

Für die Umnutzung, Sanierung und Erweiterung des Ludmillenhofes zum Rathaus der Samtgemeinde Sögel hat AKZENTE ein Gutachten erstellt. Dies umfasst die vollständige Erhaltung mit einer praxisgerechten Aufwertung sowie einen neuen Baukörper, der sich harmonisch in das Denkmalensemble einfügt.

Projektdaten

  • Gutachten als eingeladener Wettbewerb
  • im Auftrag der Samtgemeinde Sögel
  • ca. 4.000.000 € Baukosten
  • Planungsbeginn Juli 2002
  • Planungsende Oktober 2002

 

 

 

Für die Umnutzung, Sanierung und Erweiterung des Ludmillenhofes zum Rathaus der Samtgemeinde Sögel hat AKZENTE ein Gutachten erstellt. Dies umfasst die vollständige Erhaltung mit einer praxisgerechten Aufwertung sowie einen neuen Baukörper, der sich harmonisch in das Denkmalensemble einfügt.  

"Erst Bestandnutzung, dann Neubau" lautete das Ziel mit der weitest möglichen Ausnutzung der Altbau- Dachgeschosse und mit der praxisgerechten Aufwertung der seitlichen Anbauten. Die geschossübergreifende Anordnung des Ratssaales im Altbau durch das Einstellen eines neuen Dachtragwerks dient dem gleichen Zweck. So ist es gelungen, mit einem in der Kubatur zurückhaltenden Neubau den Flächenbedarf zu decken, und das Gesamtensemble des Ludmillenhofes vollständig zu erhalten. Ein neuer, deutlich von der alten Gartenanlage separierter Eingang von der Bahnhofsstraße gibt dem neuen Amt Sögel ein klares Gesicht, in Ergänzung zum weiterhin für besondere Anlässe nutzbaren alten Haupteingang von Nordosten.

Die Lage des Neubaus nimmt konsequent die Linien der vorhandenen Anlage auf. Die Höhe und Größe der Baukörper ist so gewählt, dass die Eigenständigkeit des denkmalgeschützten Ensembles von keiner Seite gestört wird. Sowohl die herrschaftliche Frontansicht von Nordosten sowie die hofseitige Südwestansicht bieten weiterhin das gewohnte Gesicht, allerdings hofseitig funktional angepasst. Ein bedeutendes Stück Identität der Stadt Sögel bleibt somit erhalten.

 

 

Der gläserne Eingangskubus bildet die Fuge zwischen Alt- und Neubau und dient als Foyer. Von hier ist sowohl der Neubau als auch, über die geöffnete Wand des Bürgerbüros, der Charme des Altbau erleb- und betretbar. So wird das Alte und das Neue zwar formal klar getrennt, durch die Nutzung aber verbunden. Im Foyer ist die neue Lammellenfassade gleichzeitig mit der alten Außenwand, die zum Bürgerbüro großzügig durchbrochen ist, erfahrbar. Nach hinten öffnet sich der Glasbau zum Hof. Die Transparenz zur Bahnhofstraße ist erwünscht, und könnte bei sommerlichen Veranstaltungen im Hof mit aufgestellten Türen genutzt werden.

 

Durch die neu hinzugefügten Kubaturen wird der Innenhof in seiner Form erhalten und gestärkt. Die Freifläche südwestlich des Gebäudes gliedert sich in zwei Bereiche sehr unterschiedlichen Charakters. Der geometrisch gestaltete und gepflasterte Bereich im Anschluss an die Gebäude dient als Wegeverknüpfung zwischen den verschiedenen Nutzungseinheiten und zwischen Alt und Neubau, und bietet im Sommer Erholungs- und Pausenmöglichkeiten sowie Raum für Bürgerfeste, Tombolas oder Freiluft-Versammlungen.

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